Cerros de Mavecure: Magie, Geschichte und Natur

Die Mavecure-Berge (Cerros de Mavecure), rund 50 Kilometer im Süden von Puerto Inírida gelegen, gehören sicherlich zu den attraktivsten Reisezielen, die der Osten Kolumbiens anzubieten hat. Aus dem dichten Urwald, der sich endlos bis zum Horizont hinzieht, erheben sich geheimnisvoll die drei Tafelberge Pajarito, Mono und Mavicure. Mit 712 Metern ist der Cerro Pajarito der höchste Berg der Felsformation. Bis heute haben es lediglich zwei Expeditionen bis zum Gipfel geschafft: ein deutsches Kletter-Team, das im Jahr 1992 den umliegenden Urwald vom höchsten Punkt der unzugänglichen Region aus betrachten durfte, und eine argentinische Expedition, die den selben Erfolg erst vor kurzem im Februar 2015 feiern konnte. Einfacher zu besteigen ist der Cerro de Mavecure: ein durchschnittlich sportlicher Reisender schafft es, den Berg bis Mittags zu besteigen, vorausgesetzt er beginnt den Tag früh morgens mit den ersten Sonnenstrahlen.

Cerros de Mavecure
Cerros de Mavecure

Eine indigene Legende berichtet, dass der Cerro Pajarito seit Jahrhunderten von der hübschen Prinzessin Inírida bewohnt wird. Das Mädchen, in das sich einst alle jungen Männer der Region verliebten, nahm eines Tages ein aus Pflanzen zubereitetes Gebräu zu  sich, das ihr ein Verehrer angeboten hatte. Das Getränk, so glaubte der jugendliche Bewunderer, habe eine heimliche Zauberkraft, die ihm die ewige Liebe des bildhübschen Mädchens garantieren würde. Bei der Zubereitug jedoch täuschte er sich – der Trank wurde zu stark und als Inírida, ohne die Wirkung zu kennen, davon getrunken hatte, verlor sie die Kontrolle. In einem Kraftakt, den ihr niemand zugetraut hätte,  ran sie auf den Berg und verlor am Gipfel das Bewusstsein. Der unbedarfte Verehrer versuchte ihr zu folgen, musste jedoch feststellen, dass der Berg für Normalsterbliche nicht zu erklettern ist. Er zog sich traurig zurück. Als Inírida später erwachte, stellte sie fest, dass sie alleine und abgeschnitten vom Rest ihres Volkes war. Sie beschloss, den Berg fortan so zu bewohnen, als sei er ihr Schloss. Um sie zu erfreuen, widmen ihr die Angehörigen des indigenen Volkes Puinave bis heute hübsche und fröhliche Lieder, sobald sie in die Nähe des imposanten Berges kommen.

Eine Reise zu den Mavecure-Bergen startet in Puerto Inírida. Der rund 20.000 Einwohner zählende Ort liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zu Venezuela entfernt und ist zugleich die Hauptstadt der Provinz Guainía. Wer sich vor der Weiterreise noch mit Proviant eindecken möchte, der findet in der geschäftigen Kleinstadt ausreichend Gelegenheit. Rund drei Stunden dauert dann die anschliessende Fahrt über den Inírida Fluss bis nach El Remanso. Das indigene Dorf ist der Ausgangspunkt für eine Expedition zu den Mavecure-Bergen. Hier kann man, nachdem man die Bewohner des Dorfes um Erlaubnis gebeten hat, sein Camp an einem idyllischen Sandstrand aufbauen. Von den Stromschnellen aus, die zwischen den Bergen liegen, lassen sich übrigens besonders leicht die berühmten Flussdelfine beobachten, die den abgelegenen Fluss bewohnen.

Für den Aufstieg zum Cerro de Mavecure bieten sich wegen der klimatischen Bedingungen zwei Möglichkeiten an: entweder man nützt die Kühle der frühen Morgenstunden, oder aber man macht sich nachmittags zwischen drei und vier Uhr auf den Weg. Vor- und Nachteile beider Optionen sind offensichtlich: morgens vermeidet man die drückende Hitze, die für die Gegend charakteristisch ist – nachmittags jedoch, wenn das Tierleben in vollem Gange ist, hat man eher die Möglichkeit Flora und Fauna zu geniessen. Für den Nachmittags-Aufstieg spricht aber natürlich auch noch die reizvolle Chance, einen unvergesslichen Sonnenuntergang über einer der schönsten Gegenden Kolumbiens beobachten zu können. Ein Erlebnis, das einem sicher lange in Erinnerung bleiben wird!

Zum Abschluss der Reise empfiehlt es sich, eine Wanderung durch die weiten Ebenen zu unternehmen, die die drei Mavecure-Berge umgeben. Die Region stellt das natürliche Habitat zahlreicher endemischer Pflanzen- und Tierarten dar. Gerade in der Umgebung des Dorfes El Remanso trifft man mit Leichtigkeit die Inírida-Blume (Flor de Inírida), die nur in der kolumbianischen Provinz Guainía wächst. Die krautartige Pflanze, die einen rot-weissen Blütenkopf hat und die bis zu einer Höhe von fast einem Meter wächst, gehört zu den Wahrzeichen der Region und kann – zumindest wird ihr das nachgesagt – bis zu einem Jahr ohne Wasser auskommen. Je nach Laune der Prinzessin Inírida, so der Glaube der indigenen Bevölkerung, ändert die Blume die Intensität ihrer Farben: leuchtend, wenn die Prinzessin gut gelaunt ist – und matt, wenn sie traurig ist. Zwar steht die Blume unter Naturschutz, allerdings wird sie in Puerto Inírida neuerdings auch zu kommerziellen Zwecken gezüchtet. Seit Generationen verstehen es die Angehörigen der indigenen Völker aus der Pflanze einzigartige Stücke regionalen Kunsthandwerks herzustellen. Wer sich am Ende der Reise nach einem adäquaten Andenken umsieht, der ist sicherlich nicht schlecht beraten, danach in El Remanso zu suchen.

Kostenloses WLAN in Pereira

Pereira, die heimliche Hauptstadt der Kaffeezone, ist seit gestern in Kolumbien Vorreiter hinsichtlich kostenlosen Zugangs ins Internet. Insgesamt 100 WLAN-Stellen haben David Luna, Minister für Informationstechnologie und Kommunikation, und Juan Pablo Gallo, Bürgermeister der Hauptstadt der Provinz Risaralda, in einem Festakt eingeweiht. Das staatliche Programm “Gratis WIFI-Zonen” sieht bis ins Jahr 2018 vor, der Bevölkerung landesweit an 1000 verschiedenen Orten kostenlosen Internet-Zugang zu ermöglichen.

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„Dieses Projekt wurde zusammen mit der Stadtverwaltung von Pereira und dem Internet-Anbieter UNE entwickelt. Ziel ist es, der Bevölkerung kostenfreien Zugang zum Internet zur Verfügung zu stellen und den Menschen damit Chancen zu geben, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Wir freuen uns, dass Pereira der Ausgangspunkt für ein Programm ist, das die grossen Städte des Landes gratis ans Internet anschliessen möchte”, wird der kolumbianische Minister auf der Website seiner Institution zitiert.

Die Reichweite der WLAN-Punkte beträgt jeweils 7.800 m2 und erlaubt 120 Personen den Zugang zum Internet. Insgesamt 472.000 Einwohnern soll dadurch kostenfreies WLAN angeboten werden. Wer sich gerade in Pereira aufhält findet Gratis-WLAN fast an allen grossen Plätzen und Parks, u.a. hier:

 

PARQUE KENNEDY               Avenida Santander Calle 9E y 8E Barrio Kennedy


PARQUE LA DULCERA          Avenida Sur Cll 28


AV DEL RIO 14A-50 BARRIO AMERICA                               Avenida del Rio Cll 14


AV DEL RIO CLL 17 BARRIO ZEA Avenida del Rio Cll 17


ALTA GRACIA LEON SUAREZ  Barrio Leon Suarez Altagracia


PARQUE LA ISLA                     Barrio la isla Cra. 26a #73b-2 a 73b-46


PARQUE UKUMARI         Bioaparque Ukumari Bosque Oscuro


BOMBEROS CAIMALITO    Bomberos Caimalito


PARQUE LA LIBERTAD               CLL 13 Y 14 Carrera 7 y 8


PLAZA DE MERCADO LA 29      Calle 29 Entre Carrera 7 y 8


PLAZA MERCADO LA 40            Calle 41 con Carrera 11 Esquina


PARQUE GUADALUPE ZAPATA  Calle 71 Carrera 25 Cuba Parque Guadalupe Zapata


CUCHILLA DE LOS CASTRO       Calle 80 Cra 39 Via Ppal Cuchilla de los Castros


PARQUE CESAR NADER          Cancha Barrio Cesar Nader


GALICIA CHANCHA                Cancha al frente de iglesia de Galicia


CANCHA SECTOR B PARQUE INDUSTRIAL                            Cancha sector B Parque Industrial Cra 4 Cll 58


ESCUELA ESPERANZA GALICIA        Carrera 15 # 169-06 Esperanza Galicia


TRAVESURAS CLL 16              Carrera 18 Cll 16


PARQUE ALTAVISTA              Carrera 32 Calle 81 Cancha Altavista


PARQUE EL OSO                      Carrera 34 A Cll 74 B Parque el Oso


CASERIO LA BELLA                 Caserio La Bella al frente del Punto Digital


CENTRO POBLADO GUACARY      Caseta Comuna Guacari via Pereira Armenia


VILLA SANTANA INTERMEDIO    Cl. 18 Este Mz 3 Cs 24


PARQUE EL LAGO                         Cl. 25 #7-2 a 7-106


BARRIO NARANJITO                       Cl. 66 #45-7 a 45-135 Barrio Naranjito Cuba


CANCHA PERLA DEL SUR             Cl. 83 #32-12 a 32-106v


PLAZA VICTORIA                            Cll 16 con Cra 10


CALLE LA FUNDACIÓN CLL 19     Cll 19 Cra 10


PARQUE DE BOSTON SINTETICA  Cll 20 Cra 23 Boston


BARRIO SAN CAMILO                    Cll 34 Con 3 Bis Esquina


PARQUE BUENOS AIRES                Cll 35 Entre Carrera 9 y 10


EL BOSQUE CALLE 5                     Cll 5 # 31-48 El Bosque


PARQUE MALAGA                          Cll 61 Cra 1 Bis Brrio Malaga


PARQUE URIBE 1                            Cll 73 Carrera 26 Bis Rafael Uribe I


POR LA BIBLIOTECA COMFAMILIAR GUAYACANES       Cll 84 # 35 B 04 Guayacanes Cuba


CANCHAS DEL CARDAL                 Cll 86 Carrera 40 Barrio el Cardal Cuba


PARQUE GALAN    Cra 1 Bis Cll 32 B


CRA 1 #39B STA HELENA             Cra 1 Cll 39


PARQUE DE BERLIN       Cra 10 Cll 2


CANCHA MATECAÑA                    Cra 11 84-14 Matecaña


GILBERTO PELAEZ Y LIBERTAD EN LA GLORIETA                                Cra 11 con calle 71 Barrio La Libertad


CAI BERLIN CRA 12 CALL 7          Cra 12 # 7-23


PARQUE OLAYA      Cra 13 Calle 22


COLEGIO SAN NICOLAS               Cra 15 Cll 30 Barrio San Nicolas


PARQUE MEJIA ROBLEDO            Cra 17 Con Cll 19 Parque Mejia Robledo


IGLESIA BARRIO PROVIDENCIA   Cra 20 B con Cll 12B


ORMAZA                                        Cra 22 Con Calle 74 Colegio Ormaza sala informatica piso 3


SECTOR COMERCIAL CUBA          Cra 24B Cll 72 Cuba


PARQUE VILLAVERDE

Villa verde frente al CAI

LOS CRISTALES                             Cra 24B Cll 72 Cuba


RECREO PUERTAS DE ALCALA PARQUE   Cra 28 #88-03 Mz 5 Cs 8 Puertas de Alcala


COLEGIO ROCIO ALTO                 Cra 29 Cll 27 Rocio Alto al frente del colegio Remigio Antonio Cañarte


CANCHAS DEL DORADO               Cra 29 Cll 46 A Canchas Barrio el Dorado


BARRIO LA UNIDAD ( CASETA )  Cra 33 Calle 22 B


BOQUIA CALLE 62                         Cra 4 Cll 62 Ciudad Boquia


PARQUE GAITAN                          Cra 4 Entre Calle 25 y 26


CANCHA COLINAS DEL TRIUNFO  Cra 5 Cll 44


ESTACIÓN SEXTA CON CLL 20    Cra 6 Entre Cll 19 y 20


COMUNA ORIENTE ALFONZO LOPEZ                                           Cra 7 Cll 1E 25 Barrio Alfonso Lopez


ZONA CENTRO KRA 8 CLL 17       Cra 8 Cll 17


HERNANDO VELEZ CANCHA       Cra 9 Cll 2B Barrio Hernando Velez


CANCHA DE NACEDEROS            Cra. 11 #62-1 a 62-83


PLUMON CASETA                          Cra. 14 # 62-22 Barrio El Plumon


PARQUE CENTRAL TOBOGAN     Cra. 29 #16-64 a 16-116


CANCHA GAVIOTAS                      Cra. 29 #20c-30


LA GRAN MANZANA                    Cra. 3c #59-2 a 59-110 Parque Industrial


PLAZA DE BOLIVAR                     Cra7 y 8 Cll 19 y 20


PAQUE LA FLORIDAFrente a Bomberos La Florida


LAS BRISAS MZ 25                       MZ 25 CS 11 Barrio las Brisas


PARQUE DE SAMARIA MAZ 31      MZ 45 CS 1 Samaria II


CHANCHA ALEJANDRIA MONTELIBANO                              Mz 12 Cs 2 Comunidad la Francia 2500 Lotes Cuba


PARQUE POBLADO 2                     Mz 14 Cs 21 Poblado 2


HOGAR COMUNITARIO TOKIO    Mz 25 Cs 11 Barrio Tokio


VIA PRINCIPAL SAMARIA             Mz 31 Cs 10 Samaria I


CASETA COMUNAL BARRIOS UNIDOS                                         Mz 32 Cs 2 Barrios Unidos 2500 Lotes Cuba


PARQUEADERO DE MIRAFLOREZ      Mz 7 Cs 1 Miraflores


PARQUE LA AVIONETA                  Mz 7 Cs 1 Samaria I Parque la Avioneta


PARQUE POBLADO 1 MAZ K CAS 19 Mz J Cs 19 Poblado I Etapa


LAS BRISAS                                 Mza 32 Csa 13 Barrio Las Brisas


CAI DEL PADRE VALENCIA   Panorama 2 Cai Consota Carrera 29


PARQUE DEL LENINGRADO III                 Cl. 83 #28b-2


PARQUE PORTAL DE SAN JOAQUIN   Cra. 38 #88-2


PARQUE DE ARABIA                 Parque Principal Arabia


PUERTO CALDAS PARQUE LOS ALMENDROS                             Puerto Caldas Los Almendros Mz 12


PUERTO CALDAS EL COFRE     Puerto Caldasa el Cofre Carrera 4 # 23-50


TERMINAL DE TRANSPORTES NIVEL II                                Terminal de transporte piso 2


PARQUEADERO PRINCIPAL SALAMANCA                          Variante Condina Barrio Salamanca


ALTAGRACIA LA VIRGEN              Via Pereira Altagracia al frente del Acueducto Cestillal el Diamante


CRUCERO DE COMBIA                  Via Pereira Marsella Crucero de Combia frente a limoncito con ron


LA FLORIDA LA BANANERA ESQUINA                                       Via Pereira la Florida sector la Bananera


2500 LOTES BAIRON GAVIRIA      Via Ppal 2500 lotes al frente del Colegio Bairon Gaviria


COLEGIO GABRIEL TRUJILLO CAIMALITO                                   Via Ppal Caimalito Cs 328


CENTRO CASETA COMUNAL CAIMALITO                                    Via Ppal Caimalito Cs 375


VILLA KENNEDY CANCHA          Villa Kennedy 2500 Lotes Mz 26 Cs 29 Castros


VILLA OLIMPICA ENTRE EL SKATE Y PISCINAS                                  Villa Olimpica Coliseo de Judo


 

 

 

Kaffeeproduktion in Kolumbien auf Rekordhoch

Kolumbiens Kaffee-Industrie geht es so gut wie schon lange nicht mehr. Für den 31. Dezember 2016 sagen Experten eine Rekordernte vorher, die voraussichtlich 15 Millionen Kaffee-Säcke betragen wird. Stimmt die Prognose, dann werden kolumbianische Bauern demnach bis Ende des Jahres insgesamt 900.000 Tonnen Kaffee produzieren, eine Menge, die das Land bereits seit zehn Jahren nicht mehr geerntet hat.

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Alleine in der als Kaffeedreieck bekannten Region um Pereira, Manizales und Armenia werden für die kommenden Monate 70.000 Erntehelfer gesucht, berichtet die kolumbianische Wirtschaftszeitung Portafolio. Aus dem Nachbarland Venezuela, bedingt durch die schwierige wirtschaftliche Situation, finden sich zwischenzeitlich ebenfalls Hilfskräfte ein, die sich die Rekordernte in Kolumbien zu Nutze machen wollen.

Vom bevorstehenden Ernteergebnis abgesehen, profitieren Kaffeebauern aus dem südamerikanischen Land augenblicklich aber auch wegen des hohen Verkaufspreises, der an internationalen Märkten für das edle Getränk erzielt wird. In New York – zum Beispiel –  zahlen Händler im Moment $ 1,40 pro Pfund. Gerade Arabica-Kaffee, die meistgeerntete Kaffeesorte Kolumbiens, ist besonders erfolgreich: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Export der beliebten Kaffeesorte um 2,6% erhöht.

Die Aussichten für kolumbianische Kaffeebauern sind aber nicht nur für die nähere Zukunft ermutigend. Insgesamt 300.000 Hektar neue Kaffeeplantagen wurden während der vergangenen Jahre in Kolumbien angebaut. Experten sehen darin den Hauptgrund für den Anstieg der Kaffeeproduktion und glauben, dass sich die Statistiken sicherlich während der nächsten sechs bis sieben Jahre auf stabil hohem Niveau halten werden.

 

Nuquí lädt zu gastronomischem Festival ein

Kolumbiens Pazifikküste ist nicht nur bekannt für ihre Artenvielfalt, sondern darüber hinaus auch für ihre abwechslungsreiche Gastronomie. Seit vergangenem Jahr wird deshalb in Nuquí, einem kleinen Dorf etwa eine Flugstunde von Medellin entfernt, das kulinarische Festival “Siembra Negro Pacífico” veranstaltet.Nuqui-pacifico-Colombiano

Dieses Jahr empfängt die afrokolumbianische Gemeinde am 09. September drei Starköche, die den Einwohnern Tipps und Empfehlungen geben wollen, um das gastronomische Angebot des Ortes  zu verbessern.  Charlie Otero ist kulinarischer Botschafter Kolumbiens, Óscar del Busto arbeitet an einem “No Autor” genannten gastronomischen Konzept, welches die Einflüsse mehrerer Köche zu vereinen sucht und  Isidro Jaramillo widmet sich der Investigation traditioneller Rezepte und kulinarischer Bräuche des südamerikanischen Landes. Zusammen wollen sie den rund 10.000 Bewohnern Nuquís, die sich überwiegend vom Fischfang ernähren, eine neue Einkommensalternative anbieten: verantwortungsbewussten Tourismus, der auf regional vorhandenen Ressourcen basiert.

Von Juli bis Oktober geben sich jährlich mehr als 2000 Buckel- und Jubarte-Wale ein Stelldichein vor Kolumbiens Pazifikküste. Nuquí enpfängt dann mehrere hundert Besucher, die zur Walbeobachtung an den abgelegenen Ort im Bundesland Chocó reisen. Für die Menschen, die dort leben, kann deshalb nachhaltiger Tourismus zu einem zukunftsweisenden Wirtschaftszweig avancieren.

Das Gastronomie-Festival “Siembra Negro Pacífico” soll interessierten Anwohnern einen Anreiz geben, sich mit kulinarischen Kleinbetrieben selbständig zu machen. Bereits drei Tage vor Beginn der Veranstaltung werden an den Stränden der Gemeinde Lehrgänge und Ausbildungskurse abgehalten, die kostenfrei besucht werden können. Auch Besucher sind dazu herzlich eingeladen.

 

 

San Félix: Wo Kolumbiens schönste Wachspalmen gedeihen

San Félix kann leicht als eines der bestgehüteten Geheimnisse Kolumbiens bezeichnet werden. In der Nähe des kleinen Dorfes, rund eineinhalb Stunden von Salamina entfernt, befinden sich nämlich die grössten Wachspalmen-Wälder des Landes. Während die meisten Besucher in das Cocora Tal reisen (Valle de Cocora), um die höchste Palmenart der Welt kennenzulernen, kann man in den abgelegenen Tälern rund um San Félix den Nationalbaum Kolumbiens nahezu alleine bewundern: Kaum ein Tourist verirrt sich dorthin.

Palma de Cera
Foto: Sarah Schmieg

Alexander von Humboldt entdeckte die seltene Palme im Jahr 1801. Nachdem sie weitflächig über Jahrzehnte hinweg zur Wachsherstellung gerodet wurde, stellte sie die Regierung des südamerikanischen Landes 1985 unter Naturschutz. Die höchsten Exemplare können bis zu 60 Meter in den Andenhimmel wachsen, allerdings benötigen sie dafür eine relativ lange Zeit. Die ältesten Bäume, so wird geschätzt, dürften daher mindestens rund 150 Jahre alt sein.

Von Salamina aus führt eine einsame Schotterstrasse nach San Félix. Eine beeindruckende Andenlandschaft begleitet den Reisenden. Tiefe Täler, in denen man aus der Ferne einsam gelegene Bauernhöfe beobachten kann, wechseln mit der Silhouette hoher Bergrücken, die sich scharf gegen den blauen Himmel abzeichnen. Die abgelegene Region rund um das winzige Dorf ist ein Naturparadies: Seltene Papageienarten, die sich von den Früchten der Wachspalme ernähren, können dort ebenso beobachtet werden, wie auch der vom Aussterben bedrohte Andenkondor.

Nur etwa 15 bis 20 Minuten nachdem man San Félix hinter sich gelassen hat, sieht man die ersten Wachspalmen. Auf einer Höhe von rund 2800 Meter kann man anschliessend durch eine einzigartige Landschaft wandern, die sich fast endlos in den Horizont ausdehnt. Hunderte Exemplare der seltenen Palmenart wiegen sich abgeschieden im Wind und begleiten den Besucher. Und wer nach einer mehrstündigen Trekkingtour Appetit bekommen hat, der befindet sich in der Gegend um San Félix genau am richtigen Ort: Die Forellen, die die nahen Bäche und Flüsse bevölkern, gehören zu den besten Kolumbiens. Mehrere Fincas bieten deren Zubereitung auf Nachfrage gerne an. Viel Spass beim Erkunden einer Region, die sicherlich zu den unbekanntesten und schönsten des Landes gezählt werden darf!