Kolumbien trifft im Viertelfinale der Copa América überraschend auf Peru

Vergangenen Samstag wurde José Pékerman noch ausgelacht. Nachdem der Trainer der kolumbianischen Fussball-Nationalmannschaft gegen Costa Rica eine B-Elf auf’s Feld geschickt hatte, die dem mittelamerikanischen Team überraschend mit 2:3 unterlegen war, standen die Prognosen für das Viertelfinale der Copa América eher schlecht. Den ersten Platz der Gruppe A hatten die Cafeteros unnötig verloren – so die gängige Meinung in Kolumbien -, voraussichtlicher Gegner im Viertelfinale wäre damit Brasilien gewesen.

Colombia-Costa-Rica

Pékermans Kritiker hatten die Rechnung allerdings ohne die Nationalmannschaft aus Peru gemacht. Im letzten Spiel der Gruppe B besiegten die Spieler um Paolo Guerrero überraschend Brasilien mit 1:0 und beendeten die Gruppenphase an der Spitze ihrer Gruppe.

Kommenden Freitag trifft die kolumbianische Fussball-Nationalmannschaft daher in East Rutherford auf Peru. Hätten Pékermans Kicker gegen Costa Rica zumindest ein Unentschieden erreicht, dann hiesse der Gegner im Viertelfinale Ecuador – vermeintlich das schwierigere Team, bedenkt man, dass die Kicker aus Quito augenblicklich einen hervorragenden zweiten Platz in der südamerikanischen Gruppe zur WM-Qualifikation 2018 einnehmen.

José Pékerman, der die kolumbianische Nationalmannschaft seit 2012 trainiert, hat sich mit dem eher wenig schmeichelhaften Ergebnis gegen Costa Rica einmal mehr als ein aussergewöhnlicher Stratege hervorgetan. Vor zwei Jahren hatte er mit den Cafeteros noch das beste Ergebnis einer kolumbianischen Fussball-Nationalmannschaft bei einer WM feiern können – Kolumbien schied damals erst gegen Brasilien unglücklich im Viertelfinale aus – und heute straft er seine Kritiker Lügen bei der Copa América in den USA. Alles andere als ein Einzug in’s Halbfinale wäre angesichts des nächsten Gegners von Kolumbien eine Überraschung.

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